BIP Kreativitätsgymnasium Leipzig

2. Stufe der Mathematikolympiade der Mehlhorn-Stiftung (MMS) der Klassen 3–6 2026

Vom 10. bis 12.05.2026 fand im Feriendorf Dorado in Marienwerder (nördlich von Berlin) die Mathematikolympiade der Mehlhorn-Stiftung für die besten jungen Mathematiker der Klassenstufen 3 bis 6 der kreativitätspädagogisch orientierten Schulen Berlin-Karlshorst, Chemnitz, Dresden, Leipzig und Neubrandenburg statt.

Mit dem Bus eines Reiseunternehmens bzw. mit Kleinbussen kamen die 46 Kinder sowie 10 Betreuer nach angenehmer Fahrt gut gelaunt und in Erwartung des bevorstehenden mathematischen Wettkampfes in Marienwerder an und konnten in aller Ruhe die gut eingerichteten Bungalows (Zweibett- bzw. Vierbettzimmer) beziehen. Nachdem sie sich eingerichtet hatten, nutzten die Schülerinnen und Schüler bei ausgezeichnetem Wetter die vielseitigen sportlichen und Freizeitmöglichkeiten, die das Feriendorf seinen Gästen bot. See und angrenzender Wald luden zum Verweilen ein. Spielgeräte waren in ausreichender Anzahl vorhanden, sodass jedes Kind seinen freizeitlichen Vorlieben nachgehen konnte. Nach dem reichhaltigen Abendessen gab es für Interessenten noch eine Wanderung um den See, andere nutzten die Möglichkeiten zum Tischtennis, Minigolf, Fußball, Volleyball oder zum Schaukeln. Ab 21 Uhr war bereits Nachtruhe angesagt, da alle Teilnehmer am kommenden Tag fit für die Klausur der MMS sein sollten. Am Montag nach dem Frühstück war es so weit. Die Mehrzweckhalle des Feriendorfes war speziell für unsere Mathematikolympiade mit großen Tischen für jeweils zwei Teilnehmer eingerichtet worden. Bevor die Schüler die Halle betraten, hatten die Verantwortlichen die Mappen mit den Aufgaben auf die Plätze verteilt, sodass an einem Tisch Teilnehmer jeweils unterschiedlicher Klassenstufen platznehmen konnten. Für die Klassenstufen 3 und 4 wurden die Aufgaben durch Ramona Bernt-Kuhn erstellt. Hier sollten die Schülerinnen und Schüler jeweils 10 Aufgaben in 90 Minuten lösen. Die Aufgaben für die Klassenstufen 5 und 6 waren von Dr. Hunecke in Zusammenarbeit mit Hung Ninh Ngoc erarbeitet und bereitgestellt worden. Auch für diese Schülerinnen und Schüler betrug die Arbeitszeit für die jeweils 7 zu bearbeitenden Aufgaben 90 Minuten. Um alle Aufgaben zu bearbeiten, musste man zielstrebig, zügig und trotzdem exakt arbeiten. Für jede Aufgabe waren die erreichbaren Punkte ausgewiesen. Es wurde noch einmal betont, dass derjenige Sieger sein wird, der die meisten Punkte erreicht hat. Mit Beginn der Arbeitszeit haben alle intensiv gearbeitet und ihre Ergebnisse zu Papier gebracht. Nach der Klausur begannen Kolleginnen und Kollegen der einzelnen Einrichtungen mit der Korrektur der Schülerarbeiten. Mit einer Unterbrechung durch die Mittagspause waren alle Schülerarbeiten bis 15:30 Uhr korrigiert und mit Punkten bewertet. Die Schülerinnen und Schüler nutzten nach einer kurzen Mittagspause die Möglichkeiten der Einrichtung für die sportliche Betätigung in den einzelnen Bereichen des Feriendorfes. Die Siegerehrung fand wie geplant genau 17 Uhr in der Mehrzweckhalle statt. Alle waren in froher Erwartung gekommen und wollten natürlich erfahren, ob sie einen der vorderen Plätze belegt hatten. Dr. Hunecke begrüßte zu Beginn Teilnehmer und Betreuer zu dieser Veranstaltung. Im Namen des Vorstandes der Mehlhorn-Stiftung bedankte er sich bei allen, die zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben: bei den Schülerinnen und Schülern mit ihren sehr guten Leistungen, bei den Betreuerinnen und Betreuern und bei den Mitarbeitern des Feriendorfes, die uns hervorragende Bedingungen für die Durchführung geboten haben. Warum führen wir derartige Veranstaltungen durch? Niemand wird bestreiten, dass die Ausbildung einer Primaballerina, eines großen Musikers oder eines Leistungssportlers bereits in der frühen Kindheit beginnt, je früher, desto besser. Man darf nicht glauben, dass dies in den Naturwissenschaften bei der Ausbildung zukünftiger Mathematiker, Physiker oder Chemiker anders wäre. Dem hat sich auch die MMS verschrieben. Mathematische Fähigkeiten entwickeln sich vor allem in der aktiven Tätigkeit der Heranwachsenden  beim Lösen von Aufgaben. Und in der Mathematik braucht man nicht viel, um in diesem Sinne tätig sein zu können: 
eine interessante Aufgabe, ein Blatt Papier und einen Bleistift sowie Ruhe zum Nachdenken. Hat man eine schwierige Aufgabe gelöst, empfindet man Stolz und Freude und sucht nach  neuen Herausforderungen mit höherem Schwierigkeitsgrad. Dr. Hunecke erläuterte anschaulich an der Tätigkeit verschiedener Wissenschaftlern unterschiedlicher Wissensgebiete und in unterschiedlichen zeitlichen Epochen, wie diese zu ihren Leistungen gekommen sind. Sie haben sich bereits in ihrer Kindheit altersgemäß mit interessanten wissenschaftlichen Problemen beschäftigt und diese gelöst, auch wenn das längere Zeit gedauert hat. Im "Wissenschaftleralter" haben sie an den Fragestellungen und Problemen ihrer Fachgebiete gearbeitet, haben sogar nachts darüber gegrübelt, waren davon überzeugt, dass es eine Lösung gab, haben so lange an dem Problem gearbeitet und nachgedacht und nie aufgegeben, bis sie eine Lösung hatten. Mit den Aufgaben der MMS gehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hier die ersten wissenschaftlichen Schritte, freuen sich, wenn sie die Aufgaben gelöst haben und eine Anerkennung erfahren. Und was man hier bei der Lösung mathematischer Knobelaufgaben lernt, hilft einem auch in anderen Gebieten, bezüglich Zielstrebigkeit, Exaktheit, des logischen Denkens, des Aufschreibens des Lösungsweges mit den notwendigen Begründungen.

Folgende Schülerinnen und Schüler belegten in ihren Klassenstufen die ersten drei Plätze:

Klassenstufe 3
Platz 1: Erik Chen Zhliyan, Dresden
Platz 2: Norwin Hauffe, Leipzig
Platz 3: Duyang Lian, Dresden

Klassenstufe 4
Platz 1: Magdalena Mähne, Dresden
Platz 2: Alexander Bärisch, Leipzig
Platz 3: Timo Loitsch, Chemnitz

Klassenstufe 5
Platz 1: Piet Bretschneider, Leipzig
Platz 2: Sebastian Grimmer, Leipzig
Platz 3: Emilian Fritz Naumann, Berlin-Karlshorst

Klassenstufe 6
Platz 1: Emil Kühnel, Leipzig
Platz 2: Quinn Nitschke, Leipzig
Platz 3: Otto Schultz, Neubrandenburg
Herzlichste Glückwünsche!

(Dr. Horst Hunecke)

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