Tanzsäcke im Wald

Ein riesige Menschenansammlung im Innenhof des Dresdner World Trade Centers verwundert den frühen Passanten, der hier jeden Samstag seine Morgenrunde dreht. Was wollen denn die vielen Leute hier? Ich hätte lieber meine Ruhe, wie immer ...

In der Comödie Dresden herrscht große Anspannung und Konzentration. Die dritten Klassen bereiten ihren großen Auftritt vor. Tontechnik, Licht, Videokameras und sogar Nebelmaschinen werden noch einmal kontrolliert und in Position gebracht. Zwei Schüler haben sich mit der Schulleiterin auf eine tolle Einleitung verabredet. Während ihrer Begrüßungsrede wollen sie auf die Bühne stürmen, einen Einladungsbrief an die neuen Erstklässler überbringen und verlesen. Dieser fließende Übergang von Grußwort und Theaterstück wird später das Publikum perfekt verblüffen. Das Thema des Stückes ist kein leichter Stoff. Die Waldbewohner erfahren, dass sie neue Mitbewohner bekommen sollen. Die meisten wehren sich. Sie wollen lieber ihre Ruhe haben. Die schöne Sommersonnenlichtung mit Fremden teilen zu müssen, behagt ihnen nicht. Schon bald stellt sich heraus, dass die Neuankömmlinge hervorragende Tänzer sind. Die "Tanzsäcke" legen eine erstaunliche Performance auf die Bühnenbretter. Manch heimischer Wäldler würde das auch gern können. Als dann noch die Zugvögel zurückkehren, ändert sich die Lage. Wie wird die Geschichte enden? Wie es ausgeht, soll hier nicht verraten werden. Das Stück wird am 17. September noch einmal aufgeführt. Dann sind die Karten für Eltern, Freunde und Bekannte der mitwirkenden Kinder reserviert. Heute blieb es selbstverständlich den Angehörigen der neuen Schüler vorbehalten, die Veranstaltung zu besuchen. Die Comödie war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Selbst die sonst für Fotografen und Beleuchter freigehaltenen Plätze wurden besetzt. Zweiundachtzig angehende BIP Schüler riefen lautstark "Ja!", als Schulleiterin Silke Kallert nach dem Theaterstück die Frage stellte, ob sie denn nun endlich ihre Zuckertüten bekommen möchten. Es dauerte eine ganze Weile, bis jeder Schüler der vier neuen ersten Klassen von seinem Klassenleiter auf die Bühne gerufen wurde. Die kostümierten Drittklässler ließen es sich nicht nehmen, die Zuckertüten selbst zu überreichen. Ein wirklich rührendes Bild. Dabei musste dennoch strikte Ordnung eingehalten werden, was die volle Konzentration der Schüler forderte. Nur so konnten Zuckertütenverwechslungen vollends vermieden werden. Nach einem Dankeswort der Schulleiterin, nutzten viele Familien das Angebot, die frisch herausgeputzte Schule zu besichtigen. Viele Lehrer und Erzieher standen für Fragen zur Verfügung. Mit Vorfreude und ein wenig Aufregung verabschiedeten sich schließlich die Schulanfänger um zuhause endlich unzählige weitere Zuckertüten in Empfang zu nehmen.

(Karsten Goll)

 

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