Vom Raum zum Traum

Kleister angerührt? Zeitungen bereitgelegt? Schere, Leim, Papiere? Dann kann es ja losgehen ...

Knapp 150 Kinder und Erwachsene versammelten sich am Montag, den 5. April, in der Galerie unserer Schule. Aufgeregt und neugierig, was die Projektwoche wohl bringen wird, schauten wir uns zunächst an, was Papier alles kann und wozu es verwendet wird. Die Vielfalt brachte Einige zum Staunen. Anschließend ging es gleich praktisch zur Sache: Ein Notizzettel sollte bemalt, beschrieben, verklebt, gefaltet, geknüllt werden. Im Laufe der Woche entstand so aus den vielen kleinen ein großes gemeinsames Kunstwerk. Wir entschieden uns in diesem Jahr für die Arbeit auf Klassenstufenebene. Jedes Klassenstufe verwandelte einen "Raum" in einen "Traum". Die Präsentation am Freitag ließ uns erneut staunen, wozu Kinder gestalterisch in der Lage sind. Ein Überblick:

Die Klasse 1 verwandelte das Zimmer in ein Schlaraffenland für die kleine hungrige Raupe. Wir haben uns im Vorfeld schon intensiv mit der "Kleinen Raupe Nimmersatt" beschäftigt und auch in unserem Theaterstück dreht sich alles um Raupen und Schmetterlinge. Gemeinsam überlegten wir, wie wir den Raum in einen "Traum" verwandeln könnten. Konkret angeleitete Techniken wechselten sich mit "Drauflosbauen", um kreativen Ideen genug Platz zu lassen. Am Mittwoch besuchten wir den Botanischen Garten in Chemnitz und hatten nun eine bessere Vorstellung, wie sich Schmetterlinge und Raupen fortbewegen. Die letzten beiden Tage galten der Ausgestaltung unseres Zimmers. Die Rührung und das Staunen der Besucher bewiesen uns am Freitag, dass wir unser Vorhaben gut umgesetzt haben und stolz auf uns sein können.

Die Klasse 2 beschäftigte sich mit dem Märchen "Vom Fischer und seiner Frau". Es entstanden u. a. viele verschiedene Fische, ganz unterschiedlich gestaltet. Wichtig war den Kindern auch der Bau der Fischerhütte und des Schlosses, welches sich die gierige Frau des Fischers am Schluss wünscht. Es wurde getüftelt und probiert. Wer sich traute, gestaltete zusätzlich ein Kartontheater mit Lichteffekten. Am Freitag erschien das Klassenzimmer verwandelt: Wasserblasen "blubberten" durch das Zimmer, der "Buttje" zog kräftig an der ausgelegten Angel, umringt von seinen fischigen Untertanen. Dominiert wurde der Raum von der Fischerkate - daneben fast unscheinbar, aber trotzdem schön, das Schloss- stellvertretend für die ständig steigenden materiellen Wünsche der Fischersfrau. Zum Nachdenken.

Die Klasse 3 wurde in die Welt von "1001 Nacht" entführt. In der gemütlichen Leseecke konnten die Kinder mehr von Aladdin und Scheherazade erfahren. Eine Gruppe baute witzige Wüstentiere, Andere gestalteten einen Palast in mühevoller Arbeit mit Kleister und Zeitungspapier. Der so kaschierte Pappkarton war am Ende der Woche nicht wiederzuerkennen. Am Donnerstag besuchten die Klassen eine Papierfabrik und lernten dort viel über die industrielle Papierherstellung. So konnten sie einen Vergleich zu ihren eigenen, handgeschöpften Papieren herstellen.

Die Klasse 4 stellte für ein selbst erfundenes Theaterstück, angelehnt an "Alice im Wunderland", Kulissen und Requisiten her. So entstanden riesige Bonbons, Brötchen, Kaffeetassen, Blumen und Pilze. Ein Hut mit einem Durchmesser von ca. 2 Meter (mit Krempe) thront nun auf einem Podest und bringt den Betrachter zum Staunen - Wem DER wohl passt? - Auch die Vierer schöpften selbst Papier und stellten fest, wie aufwändig dieser Prozess sein kann. Am Freitag war das Hortzimmer der Klasse 4b verschwunden. Stattdessen tauchte der Besucher in eine andere Welt. Rauch stieg aus einem Brunnen, gelbes, rotes und blaues Licht ließ alles mystisch erscheinen. Man fühlte sich tatsächlich ganz klein, stieg durch meterhohes Gras, vorbei an fremdartigen Blüten und giftig aussehenden Pilzen.

(Mandy Spillner)

 

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