Von Karotte bis Vollkornbrot

In der letzten Woche vor den Winterferien stand für die Klasse 2b alles im Zeichen "Gesunder Ernährung". Im Sachunterricht reiften kleine "Ernährungsexperten" heran, die ausführlich über gesunde Lebensmittel, Brotdoseninhalte sowie Werbung debattierten.

Kritisch beäugten sie nicht nur das mitgebrachte Frühstück der anderen, sondern vor allem ihre eigenes und stellten fest: "Scheinbar muss man die Mama noch einmal aufklären." Die Nahrungspyramide half uns dabei, Lebensmittel in "gesund" und "weniger gesund" zu unterteilen. Erkenntnisse gab es auch bei der Analyse von Werbeprospekten, die viele Produkte für Kinder anpreisen, dabei aber selten eine gesunde Lebensweise im Blick haben. Schnell waren gemeinsam zwei Plakate hergestellt, um das Wissen über gesunde und ungesunde Lebensmittel zu festigen. Schließlich wurde es praktisch. An zwei Tagen gingen jeweils neun Kinder zusammen mit einem Lehrer im benachbarten Supermarkt einkaufen. Es wurden Einkaufslisten geschrieben, Produkt- und Preisunterschiede festgestellt und sich gefragt: "Wie verhalte ich mich im Supermarkt?“, "Was braucht man wirklich?“, "Was steht auf der Liste?". Auch wurden Waren einmal selbst bezahlt und ein Vollkornbrot beim Bäcker bestellt. Aus dem Einkauf zauberte man dann gemeinsam ein Frühstückbuffet für die ganze Klasse. Die anderen neun Kinder rechneten nämlich in der Zwischenzeit eifrig mit der Lehrerin und waren voller Spannung und Erwartung und hatten natürlich einen Bärenhunger. Letzteres zeigte sich vor allem an leeren Tellern, Schüsseln sowie einem fast leeren Brotkorb. Alle servierten Frühstücksprodukte wurden vor dem Verzehr von den Schülern kurz vorgestellt, bis die erlösenden Worte: "Das Buffet ist eröffnet“ erklangen. Ausführlich nahmen wir uns dann Zeit für das gemeinsame Frühstück. Dabei stellte man fest: "Das Frischkornmüsli schmeckt ja sensationell", auch Haferbrei kann "phänomenal" sein, Vollkornbrot ist leckerer als man dachte und: Ein Joghurt ist schnell mit ein paar gefrorenen Früchten selbst hergestellt sowie mit Honig natürlich gesüßt. Neben diesen für Schüler wertvollen Erkenntnissen und tollen Erlebnissen ist es natürlich als Lehrer schön zu sehen, wie fachübergreifende und fächerverbindende Elemente während eines Projekts zum Tragen kommen. In einem geschützten Rahmen bekamen die Schüler Einblick in komplexe Lebensvorgänge, setzten sich nicht nur theoretisch und einseitig mit einem Thema auseinander, sondern erlebten die Praxisrelevanz schulischer Lerninhalte, konnten sich ausprobieren und ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.

(R. Strobelt)

 

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