Wohin geht die Reise?

Zum traditionellen Frühjahrskonzert des BIP Kreativitätsgymnasiums gehörten in diesem Jahr auch beeindruckende lyrische Beiträge, die unter Leitung von Dr. Anja Seiffert in der AG Poetik entstanden sind. Alles drehte sich um Ferne, Nähe und die Liebe.

Das Meer

Die Gicht gurgelt in mein Gesicht -
Ich gurgle zurück Eine salzige Seebrise säuselt sanft
um meine Nase -
Ich säusle zurück.
Das Meer spuckt feine Spritzer
auf meine nackten Füße -
Ich spucke zurück.
So ist das Meer:
Es macht etwas vor
Und ich hinterher.

(Johanna Kraft, Kl. 5b)

Wohin geht die Reise?

Wohin geht die Reise? Ich stehe am Hafen,
bin gut gelaunt, bin ausgeschlafen.
Heut' möcht ich weg! Aber wo will ich hin?
Lust auf Rom? Paris? Berlin?
Nehm' ich das Fahrrad, ein Schiff, den Zug?
Reis' ich zu Land oder per Flug?
Wo ist mein Ziel, Nord oder Süd?
Im eisigen Winter oder da, wo es blüht?
Wie wird mir dort sein? Warm oder kalt?
Reise ich in die Wüste? Eis oder Wald?
Wie groß ist mein Koffer? Ist er schwer oder leicht?
Hätt' nicht ein Rucksack auch gereicht?
Wann komm' ich zurück?
Nach Wochen, nach Tagen?
Werd' ich ein Abenteuer wagen?
Los geht die Reise! Ich stehe am Hafen.
Bin gut gelaunt, bin ausgeschlafen.

(Eva Schubert, Kl. 5b)

Komm wieder

Tiefblaue Augen schauen mich an
Allein mit ihm und dem Mond.
Gerade noch haben die Meerjungfrauen gesungen,
die Stimmen sind in der Nacht verklungen.
Meterhohe Wellen schwemmten sie fort
weg von hier, von diesem Ort.
Hier gibt es nur noch das Metrum der Wellen,
von weither hört man die Seehunde bellen,
Möwen im Himmel, Gischt im Mund,
die Welt, sie scheint so gesund ...
Doch ich nehme Abschied
bei Delfinengesang.
Trotzdem lastet das Schweigen lang -
Eine Miesmuschel am Fuß
der letzte Gruß.
Ich muss los.
Die Trauer ist groß.
Solch eine Ebbe gab es lang nicht mehr -
Der Abschied zwischen mir und dem Meer.

(Marlen Müller, Kl. 5b)

Schwere See

Raue See
So rau wie die Hoffnung,
Wenn du am Verlieren bist.
Kaltes Wasser,
So kalt wie die Verachtung,
die du mir zeigst.
Hohe Wellen,
So hoch wie die Verzweiflung,
wenn du nicht mehr weiter weißt.
Große Schiffe,
So groß wie die Sehnsucht,
wenn jemand von dir geht.
Das tiefe Blau in deinen Augen,
So endlos weit wie die See,
lässt dich auf Veränderung hoffen.

(Sophia M. Matz, 6a)

Liebe lebt

Kälte in deiner Stimme.
Du schaust mich nicht an.
Vertrauensbruch.
Liebe lügt.
Keine Zeit für ein Lächeln.
Kein nettes Wort.
Einsam seit Tagen.
Liebe leidet.
Glänzen in deinen Augen.
Freudentränen im Gesicht.
Ein Lächeln auf den Lippen.
Liebe lacht.
Dein Atem bei Kälte.
Ich fühle deine Wärme.
Tanzen vor Freude.
Liebe lebt.

(Michelle Mädler, Kl. 6b)

Du bist da

Du bist da
in meinem Herzen auch wenn du fern bist.
Ich glaub an dich.
Du bist da
in meinen Gedanken
solange du fort bist.
Ich vergesse dich nicht.
Du bist da
in meinem Sein
weil du es bist.
Ich liebe dich.

(Katharina Chanyau, Kl. 9b)

Du, ich und wir

Ich halte deine Hand
will dich niemals loslassen
du siehst mich an
Schmetterlinge in meinem Bauch
Sie fliegen aus meinem Mund
zu dir
Du küsst mich
willst mich nie mehr loslassen
Hältst mich in deinen Armen
Drückst mich an dich
Ich spüre deine Liebe
Du fühlst meine Liebe
Fühlst mich jede Sekunde
Wir wissen, wir passen zusammen
Wir sind eins
Doch ich muss dich loslassen
Langsam gleiten meine Finger aus deiner Hand
Es ist ein Wunder
dass ich nicht zusammenbreche
Ich fühle Tränen in meinen Augen
Wende mich ab und seh dich doch
Und lass dich allein
Das kann ich nicht
Ich dreh mich um
Schau dich an
ich liebe dich immer noch
Und doch gehe ich
Es tut mir leid.

(Jenny Pregel, Kl. 9b)

Es ist Liebe

Wenn Ferne euch trennt
Wenn alles andere vergessen wird
Wenn sein Lachen deines wird
Wenn eure Wege sich trennen
Nenn's Wehmut, Verschwendung, Freude, Verzweiflung
Aber es ist Liebe.
Wenn du seine Augen nicht mehr siehst
Wenn du alles investierst
Wenn du ihn bei dir weißt
Wenn der Funken verglimmt
Nenn's Wehmut, Verschwendung, Freude, Verzweiflung
Aber es ist Liebe.
Wenn Nähe zu weit weg ist
Wenn Mangel schwindet
Wenn Trauer keine Chance hat
Wenn die Hoffnung erlischt – Was dann?
Es ist nicht Wehmut, Verschwendung, Freude, Verzweiflung
Es ist Liebe.

(Luisa Heldt, Kl. 7b)

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