BIP Sachsen/Thüringen auf dem Weg in das 2. Halbjahr des Schuljahres 2011/12
Die BIP Kreativitätseinrichtungen in Sachsen und Thüringen haben im ersten Halbjahr des Schuljahres 2012 eine sehr gute Entwicklung genommen. Dem Konzept von Prof. Dr. Gerlinde Mehlhorn und Prof. Dr. Hans-Georg Mehlhorn entsprechend haben die Bildungseinrichtungen zur Entwicklung und Förderung der Begabung, Intelligenz und Persönlichkeit jedes einzelnen Kindes der Kindertagesstätten und Vorschulen, jedes Schülers und jeder Schülerin der BIP Kreativitätsgrundschulen und des BIP Kreativitätsgymnasiums in Leipzig intensiv die ganzheitliche Unterstützung der Begabungsgenese in allen Bildungs- und Leistungsbereichen und durch die umfangreiche Kreativitätsförderung intensiv unterstützt und gefördert. Die theoretische Reflexion entsprechender praktischer Erfahrungen erfolgt u. a. im Rahmen des Symposiums „FÖRDERN & FORDERN von besonders begabten Kindern und Jugendlichen als immanenter Bestandteil des BIP Schulkonzeptes - Notwendigkeiten und Möglichkeiten“, das am 30. und 31. März 2012 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind e. V./Regionalverein Sachsen und Sachsen-Anhalt e. V. in Leipzig veranstaltet wird. Die hohen Bildungsstandards dieser Einrichtungen können anhand der erreichten Ergebnisse zum Halbjahr für jede Einrichtung nachgewiesen werden:
Über 90 % der Vorschulkinder haben die Voraussetzungen für einen problemlosen Übergang in die Grundschule erreicht. Sie sind nach den staatlichen Kriterien inklusive der schulärztlichen Untersuchungen auf dem Wege zur Einschulung im Sommer 2012. Sie haben darüber hinaus an den BIP Einrichtungen sehr vielseitig und intensiv ihre individuellen Begabungen erproben und zeigen können. In den verschiedenen Präsentationsformen der Kreativitätsbereiche konnten und können diese Ergebnisse auch auf den entsprechenden Einrichtungsseiten eingesehen werden. Da nach dem Konzept immer alle Kinder in allen angebotenen Kreativitätsbereichen angeregt und gefördert werden, erleben sie eine sehr anregungsreiche Kindheit, erfahren ihre persönlichen Stärken und erwerben ein hohes - über vergleichbare altersgleiche Kinder - weit hinausgehendes Niveau der sozialen Kompetenz und eines gesunden Selbstbewusstseins.
Ca. 90% der Grundschulkinder der 4. Klassen werden im März 2012 die Bildungsempfehlung für den Übergang an ein Gymnasium erhalten. Einige werden diese Empfehlung noch bis zum Ende des Schuljahres erarbeiten können. Durch die Weiterführung der in den Vorschulen und den Kitas begonnenen Kreativitätsförderung, die intensive Fremdsprachenförderung in drei Fremdsprachen und die durch viele Elternhäuser noch ergänzend gewählte Instrumentalausbildung an einem Instrument haben sich bei allen wesentliche Grundlagen einer oder mehrerer Begabungen herausgebildet. Diese sind nun eine solide Grundlage für die Wahl des der Begabung entsprechenden gymnasialen Profils für die weiterführende Bildung. Zugleich aber haben die BIP Grundschüler durch die mehrjährige gleichzeitige Anregung ihres problemlösenden, strategischen, kreativen Denkens in allen Unterrichtsfächern und Verfeinerung ihrer Sinne in den Kreativitätsbereichen mehrheitlich ein besonderes Persönlichkeitsprofil herausbilden können. Sie haben „anders denken gelernt“.
Das BIP Kreativitätsgymnasium Leipzig befindet sich in der Abiturphase des nun vierten Abiturjahrganges. Die schulinternen Analysen und Auswertungen der Entwicklung von Begabung, Intelligenz und Persönlichkeit jedes Schülers und jeder Schülerin von den fünften bis zur zwölften Klasse zeigen in den Leistungsbereichen der Unterrichtsfächer bei der übergroßen Mehrheit der Schülerinnen und Schüler eine gute bis sehr gute Leistungsentwicklung, eine hohe Anstrengungsbereitschaft und eine konstruktive Persönlichkeitsentwicklung. Die Profilierung der jeweils individuellen Begabungen konnte innerhalb der drei Profillinien des Gymnasiums vertieft werden und für besonders begabte und leistungsbereite Schülerinnen und Schüler werden die zahlreichen Sonderfördermöglichkeiten innerhalb und außerhalb der Schule intensiv genutzt. Das BIP Kreativitätsgymnasium ist während der regionalen Mathematikolympiade 2012 Gastgeber in der Freizeitbetreuung der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler.
Das Konzept der BIP Kreativitätseinrichtungen von Prof. Dr. Gerlinde Mehlhorn und Prof. Dr. Hans-Georg Mehlhorn bewährt sich in diesem Jahr im Kindergarten- und Schulbereich in Leipzig seit 15 Jahren, in Chemnitz seit 14 Jahren, in Dresden seit 12 Jahren und in Gera seit 10 Jahren. Die abgeschlossenen langjährigen Forschungen im Auftrage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (PERLE-Studie), die als Vergleichsuntersuchungen zwischen den BIP Kreativitätsgrundschulen und öffentlichen Schulen durchgeführt worden sind, weisen die besonderen Qualitäten in den untersuchten Bereichen deutlich nach.
Die interne Profilierung des Konzeptes erfolgt 2012 in Weiterführung der Qualifizierung der BIP Kreativitätskindertagesstätten zur Anerkennung als „Haus der kleinen Forscher“ (in Gera 2011 erfolgreich abgeschlossen, in Leipzig demnächst Übergabe der Anerkennung). Damit wird die durchgehende Befähigung zum „Entdecken Erforschen Erfinden“ von der Vorschulzeit über die Weiterführung in dieser Kreativitätsrichtung in den Grundschulen und der naturwissenschaftlich-technischen Profillinie des BIP Kreativitätsgymnasiums weiter präzisiert. Die "Woche der Wirtschaft und Wissenschaft" 2012 am BIP Kreativitätsgymnasium wird dies wieder mit vielen Präsentationen nachweisen. Außerdem stehen in allen Einrichtungen wiederum weitere wissenschaftliche und auch künstlerische Präsentationen (Ausstellungen, Theateraufführungen, Konzerte) sowie fremdsprachliche Aktivitäten auf dem Programm.
Zudem erwerben in allen BIP Kreativitätseinrichtungen in Sachsen und Thüringen beginnend im April 2012 die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe I die Grundbefähigungen mit zertifiziertem Abschluss (durch Fortbildungen von Dorothea Beigel, www.guckloch.biz) für die Verstärkung der Einheit von Lernen und Bewegung, die dem BIP-Konzept entsprechend den theoretischen Ansatz der bewussten Nutzung beider Hirnhälften durch die Ausschärfung der Wahrnehmungssysteme während des Lernprozesses praktisch besonders im Unterricht, aber auch über den ganzen Schultag von Ganztagseinrichtungen umsetzen hilft.
So sind wir auf einem sehr guten Weg in das zweite Halbjahr des Schuljahres 2011/2012 und verdanken dies vor allem dem hohen Engagement aller unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen bis zum Sommer weitere 24 einen zertifizierten Abschluss als Kreativitätspädagoge erwerben werden. Ebenso verdanken wir dies der intensiven, konstruktiven und fördernden Zusammenarbeit mit unseren Elterngremien und den Elternhäusern. Wir wünschen allen Eltern und Kindern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die Winterferien zu einem Urlaub nutzen, frohe Tage mit vielen schönen Erlebnissen und allen, die unsere Ferienprojekte in den Einrichtungen und in Camps gestalten und nutzen, viel Freude am gemeinsamen kreativen Schaffen. Viel Erfolg wünschen wir auch den Studentinnen und Studenten des Institutes für Kunstpädagogik der Universität Leipzig, die auf der Grundlage eines nun 15-jährigen Kooperationsvertrages die Februarferien im BIP Kreativitätsschulzentrum nutzen, um in gemeinsamen Projekten mit interessierten Schülerinnen und Schülern ihre Lehrbefähigungen praktisch zu nutzen und viele Erkenntnisse für ihren künftigen Lehrerberuf aus der Einrichtung mitzunehmen.
Prof. Dr. Gerlinde Mehlhorn